Hochleistungslasertherapie Einzelheiten

Einer der modernsten Bereiche der Physiotherapie – die Hochleistungslasertherapie – nutzt Laserstrahlung für medizinische Zwecke.

Was ist Hochleistungslasertherapie?

Bei der Hochleistungslasertherapie kommt Laserstrahlung im Wellenlängenbereich von 800 bis 1100 nm zum Einsatz. Wellenlängen: Besonders beliebt sind 808/810 nm und 980 nm, wobei die erste Wellenlänge die Quelle der Biostimulationswirkung ist und die zweite zu einer lokalen Erhöhung der Gewebetemperatur führt. Als Grenzleistungswert wurde 2W verwendet, ab dem von einer Hochleistungslasertherapie gesprochen werden kann. Der Einsatz eines Hochleistungslasers kann zu einem lokalen Anstieg der Gewebetemperatur von maximal 42 Grad C führen.
Die Wellenlänge 808/810 nm wird von den in den Mitochondrien jeder Zelle enthaltenen Cytochromen stark absorbiert. Dadurch wird die Atmungskette aktiviert und Prozesse in Gang gesetzt, die die ATP-Produktion steigern. Darüber hinaus beeinflusst Laserlicht die Stimulierung der Enzymsynthese, was mit der Erzielung biostimulierender Effekte verbunden ist.
Die Wellenlänge von 980 nm wird hingegen stark von Wasser absorbiert, was zu einem Anstieg der Gewebetemperatur führt. Dadurch wird eine Steigerung des Stoffwechsels, eine Erhöhung der Kollagenfaserdehnung, eine Erhöhung der Durchlässigkeit biologischer Membranen und eine analgetische Wirkung erreicht. Dank dieser Phänomene ermöglicht die Anwendung des Laserstrahls an der Stelle, an der die Krankheit auftritt, nicht nur eine Biostimulation des betreffenden Körperbereichs, sondern auch eine spürbare Verbesserung, ohne dass invasivere Behandlungsmethoden erforderlich sind. Bei der Wellenlänge 808/810 nm wird eine tiefe Penetration beobachtet, die bis zu 5 cm erreicht. Die Wellenlänge von 980 nm dringt aufgrund ihrer starken Absorption durch Wasser viel flacher ein. Tests und Messungen zeigen, dass der Transmissionsfaktor für die Wellenlänge von 810 nm 25-mal höher ist als für 980 nm. Beide Wellenlängen liegen außerhalb des sichtbaren Bereichs.

Daher verwenden Hochleistungslaser einen sichtbaren Pilotstrahl, normalerweise in roter Farbe. Ein Hochleistungslaser hat weitreichende Auswirkungen auf die Prozesse im Körper. Seine Verwendung ermöglicht die Stimulierung der DNA-Synthese, eine Steigerung der Aktivität der Fibroblasten (sie sind unter anderem am Heilungsprozess beteiligt, erhöhen die Komprimierbarkeit des Knorpels, produzieren Kollagen) und die Aktivierung der Phagozytose.

Wie funktioniert die Hochleistungslasertherapie? Patienten helfen?

Die Wirksamkeit der Behandlung von Krankheiten mithilfe der Hochleistungslasertherapie wurde durch Untersuchungen nachgewiesen. Der Laser wird derzeit zur Behandlung von Erkrankungen in den Bereichen Allgemeinmedizin, Dermatologie, HNO, Zahnmedizin, Neurologie, Orthopädie, Podologie, Chirurgie, Rheumatologie und sogar Onkologie eingesetzt. Darüber hinaus unterstützt es die Rehabilitation, Physiotherapie und Sportmedizin und trägt dazu bei, die Auswirkungen von Verletzungen und Schäden an Sehnen und Knochen zu reduzieren.
Die Lasertherapie hilft bei der Behandlung von Krankheiten, die in fast allen Bereichen des Körpers des Patienten auftreten, mit besonderem Schwerpunkt auf der Behandlung anhaltender, starker Schmerzen, der Wundheilung sowie der entzündungshemmenden und ödemhemmenden Wirkung. Diese Art der Therapie ermöglicht nicht nur die Linderung der mit pathologischen Gewebeveränderungen verbundenen Symptome, sondern auch die wirksame Behandlung ihrer Ursachen.

Der Einsatz einer Hochleistungslasertherapie. Welche Krankheiten heilt es?

Die Hochleistungslasertherapie unterstützt die Heilung und Regeneration von Gewebe, aktiviert die Stoffwechselprozesse der Zellen und beschleunigt die Mikrozirkulation. Es wirkt gleichermaßen gut bei Myalgien sowie bei der Behandlung geschädigter oder gereizter Nerven, die mit dem Auftreten akuter, ausstrahlender Schmerzen einhergehen. Die Hochleistungslasertherapie wird unter anderem zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt wie:

Wunde Sehnenfersen – Achillodynie
Plantarfasziitis
Gelenkverstauchung, Hallux
Arthritis, Schleimbeutelentzündung
Meniskusschaden
zervikale Diskopathie, zervikale Radikulopathie
Fersensporn
Interkostalneuralgie, Trigeminusneuralgie
Prellungen, Bänder-/Sehnenriss
Chondromalazie patellae
Hexenschuss – Schmerzen im unteren Rücken
Ischias – Ischialgie
Tarsaltunnelsyndrom, Gelenkdegeneration
Die positiven Effekte der Lasertherapie sind je nach Behandlungsparameter und Häufigkeit bereits nach wenigen Behandlungen sichtbar.

Hochleistungslaser in Physiotherapiezentren

Lasertherapiegeräte ermöglichen den Einsatz von Strahlungsquellen im Puls- oder Dauermodus und ihre Leistung ist um ein Vielfaches höher als die Leistung, die nur für Biostimulationslaser verfügbar ist. Geräte, die die Nutzung eines Behandlungslexikons (z. B. Polaris HP) ermöglichen, ermöglichen eine komfortable Therapiedurchführung. Durch den Einsatz erprobter Verfahren wird die Möglichkeit einer falschen Parameterauswahl deutlich reduziert.
Astar hat außerdem eine Technologie entwickelt, die die Präzision und Wirksamkeit der Therapie erhöht und gleichzeitig die thermische Wirkung auf die Haut und das Unterhautgewebe begrenzt. Der DILA-Fokussierungsadapter (Deep Intratissue Laser Adapter) formt einen Laserstrahl so, dass der Leistungsverlust im Oberflächengewebe reduziert wird, was den Komfort und die Wirksamkeit der Behandlung deutlich erhöht.