Ein Fersensporn lässt sich in der Physiotherapie in den meisten Fällen konservativ behandeln. Die radiale Stoßwellentherapie mit dem Impactis M+ von ASTAR gilt dabei als etablierte Behandlungsoption, insbesondere dann, wenn die Beschwerden bereits länger bestehen und auf andere Maßnahmen nicht ausreichend angesprochen haben.

Was ist ein Fersensporn?

Beim Fersensporn handelt es sich um einen knöchernen Auswuchs am Fersenbein, meist am Ansatz der Plantarfaszie an der Fußsohle (plantarer Fersensporn). Er entsteht durch eine dauerhafte Überlastung von Sehnenansatz und Faszie, zum Beispiel durch langes Stehen, ungeeignetes Schuhwerk, Übergewicht oder Fußfehlstellungen. Die Schmerzen verursacht dabei vor allem die entzündlich gereizte Plantarfaszie und das umliegende Weichteilgewebe, nicht der kleine Knochenvorsprung selbst.

Typische Symptome eines Fersensporns

Typisch ist ein stechender Anlaufschmerz unter der Ferse, etwa nach dem Aufstehen am Morgen oder nach längeren Sitzpausen. Im Tagesverlauf bessert sich der Schmerz zunächst, nimmt bei anhaltender Belastung jedoch wieder zu. Gerade in dieser chronischen, belastungsabhängigen Phase ist die Stoßwellentherapie eine sinnvolle Behandlungsoption.

Anatomische Darstellung der Fußsohle mit Plantarfaszie und Behandlungsrichtung bei Ferse

Radiale Stoßwellentherapie mit dem Impactis M+

Der Impactis M+ ist ein Gerät für die radiale Stoßwellentherapie, das für orthopädische und physiotherapeutische Anwendungen wie Fersensporn, Achillessehnenbeschwerden oder Tendinopathien entwickelt wurde. Er arbeitet mit Druckluft und erzeugt Drücke von bis zu 5 bar sowie Pulsfrequenzen von 1 bis 25 Hz. Auf diese Weise lassen sich auch tiefer liegende Strukturen erreichen und chronische Verkalkungsprozesse gezielt behandeln.

Wirkmechanismen der radialen Stoßwelle beim Fersensporn

Die radiale Stoßwelle wirkt beim Fersensporn über mehrere Mechanismen, die sich gegenseitig ergänzen:

  • Mechanische Reizung des Gewebes: Die Stoßwellen regen den lokalen Stoffwechsel an und fördern die Durchblutung im Behandlungsgebiet. Das unterstützt den Abbau schmerzvermittelnder Entzündungsmediatoren.
  • Anregung der Regeneration: Feine Mikroreize im Gewebe stoßen Reparaturprozesse und die Kollagenneubildung an. Langfristig kann dies die Belastbarkeit der Plantarfaszie verbessern.
  • Schmerzlinderung: Durch die Beeinflussung der Schmerzrezeptoren und eine mögliche Reduktion von Verkalkungen ist häufig schon nach wenigen Sitzungen eine spürbare Schmerzreduktion zu beobachten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
Behandlung der Ferse mit dem ASTAR Impactis M+ Stoßwellengerät in der Physiotherapie

Weitere physiotherapeutische Maßnahmen bei Fersensporn

Die beste Wirkung entfaltet die Stoßwellentherapie, wenn sie in ein ganzheitliches physiotherapeutisches Konzept eingebettet ist. Wichtige Bausteine sind:

  • Manuelle Therapie und Weichteiltechniken: Dazu gehören die Mobilisation der Fußwurzelknochen, Faszientechniken an Fußsohle, Wade und Oberschenkel sowie Querfriktionen am Sehnenansatz.
  • Dehn- und Kräftigungsübungen: Gezieltes Dehnen von Wadenmuskulatur und Plantarfaszie wird mit der Kräftigung der kurzen Fußmuskeln kombiniert, um das Fußgewölbe zu stabilisieren.
  • Gangschulung und Haltungsberatung: Die Analyse von Gangbild und Beinachse hilft, Fehlbelastungen zu erkennen und etwa durch angepasstes Training oder einen Schuhwechsel zu korrigieren.

Ziel ist es, die mechanische Überlastung am Sehnenansatz zu reduzieren und langfristig eine bessere Druckverteilung im Fuß zu erreichen. So wird der Fersensporn nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich behandelt.

Anatomische Darstellung der Wadenmuskulatur mit Behandlungsrichtung bei Fersensporn

Ergänzende Therapiearten und medizinische Optionen

Neben Stoßwellentherapie und klassischer Physiotherapie stehen weitere konservative Maßnahmen zur Verfügung, die sich individuell kombinieren lassen:

  • Einlagen und Schuhzurichtungen: Orthopädische Einlagen, die den Bereich des Fersensporns aussparen oder weich abpolstern, entlasten die gereizte Struktur.
  • Medikamentöse Therapie: Kurzfristig können nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) Schmerz und Entzündung lindern. Kortisoninfiltrationen kommen als Option infrage, werden wegen möglicher Nebenwirkungen jedoch eher zurückhaltend eingesetzt.
  • Weitere physikalische Maßnahmen: Ultraschalltherapie, Lasertherapie oder biomechanische Stimulation werden in manchen Konzepten ergänzend zur Schmerzreduktion und Durchblutungsförderung eingesetzt.
  • Operative Optionen: Das operative Abtragen des Fersensporns oder das teilweise Durchtrennen der Plantarfaszie bleibt die letzte Option und wird nur erwogen, wenn alle konservativen Maßnahmen ohne Erfolg bleiben.

Was ist Stoßwellentherapie (ESWT)?

Stoßwellentherapie ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem mittels spezieller Geräte druckwellenartige Impulse in das Gewebe eingebracht werden. Diese mechanischen Wellen regen Durchblutung, Stoffwechsel und Zellaktivität an und können degenerativ verändertes Sehnengewebe zur Regeneration anstoßen. Durch die Stimulation biologischer Heilungsprozesse lassen sich Schmerzen häufig deutlich mindern und die Belastbarkeit des betroffenen Bereichs wieder steigern. Die Behandlung erfolgt von außen über die Haut, ohne Operation oder Injektionen.

Wie kann Stoßwellentherapie beim Tennisellenbogen helfen?

Beim Tennisellenbogen wirkt Stoßwellentherapie direkt am schmerzhaften Sehnenansatz der Unterarmstrecker. Die Druckwellen fördern die Durchblutung, lösen Verklebungen im Gewebe und unterstützen den Abbau krankhaft veränderter Strukturen, wodurch der Körper zur Neubildung gesunden Sehnengewebes angeregt wird. Gleichzeitig wird die Schmerzwahrnehmung moduliert, was zu einer spürbaren Entlastung führen kann. Viele Patient:innen berichten bereits nach wenigen Sitzungen von einer Verbesserung ihrer Beschwerden und einer besseren Funktion im Alltag.

Wie läuft eine Stoßwellen-Behandlung typischerweise ab?

Zu Beginn lokalisiert der/die Therapeut:in den Punkt maximaler Schmerzhaftigkeit an der Außenseite des Ellenbogens. Anschließend wird Kontaktgel aufgetragen und das Stoßwellengerät an die individuelle Schmerzsituation angepasst. In der Regel werden pro Sitzung einige tausend Impulse appliziert, die Behandlung selbst dauert meist nur wenige Minuten. Während der Sitzung kann es zu einem intensiven, aber gut steuerbaren Schmerzempfinden kommen, das über die gewählten Einstellungen kontrolliert wird. Nach der Behandlung kann der Bereich vorübergehend druckempfindlich sein, in der Regel ohne längere Ausfallzeiten.

Anwendung eines Stoßwellengeräts bei Tennisellenbogen zur Schmerzlinderung und Sehnenregeneration - Astar Therapiegeräte

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

Die genaue Anzahl hängt von Dauer und Schwere der Beschwerden sowie der individuellen Reaktion auf die Therapie ab. Häufig werden zwischen drei und acht Sitzungen im Abstand von einigen Tagen bis ein bis zwei Wochen durchgeführt. Erste Veränderungen, wie eine Reduktion der Schmerzen oder eine bessere Belastbarkeit, zeigen sich bei vielen Patient:innen innerhalb der ersten Behandlungswochen. Eine begleitende aktive Therapie mit Dehn- und Kräftigungsübungen unterstützt die langfristige Stabilisierung und vermindert Rückfälle.

Praxisbeispiel: Konservative Behandlung eines chronischen Fersensporns

Ein typischer Behandlungsverlauf macht das Zusammenspiel der Maßnahmen deutlich: Eine Patientin mit seit Monaten bestehenden Fersenschmerzen erhält zunächst Einlagen, Dehnübungen und manuelle Therapie. Bleibt die Besserung aus, folgt eine Serie von 3 bis 5 Stoßwellenbehandlungen mit dem Impactis M+, kombiniert mit konsequenter Übungstherapie und einer gezielten Belastungssteuerung. Auf diese Weise lässt sich häufig eine Operation vermeiden.

Der Impactis M+ für Ihre Praxis

Mit dem Impactis M+ erweitern Sie das konservative Behandlungsspektrum Ihrer Praxis um ein modernes Verfahren für Fersensporn, Tendinopathien und weitere orthopädische Indikationen. Die Geräte von ASTAR werden in EU-Produktion nach der Medizinprodukteverordnung (MDR) gefertigt und sind CE-gekennzeichnet.

Den Impactis M+ sowie passendes Zubehör erhalten Sie über die Secona Conrad GmbH, den exklusiven Deutschland-Vertrieb von ASTAR.

Impactis M+ bei Secona Conrad ansehen

Häufige Fragen zur Stoßwellentherapie bei Fersensporn

Hilft die Stoßwellentherapie bei Fersensporn?

Ja. Die radiale Stoßwellentherapie gilt als etablierte konservative Behandlungsoption beim Fersensporn. Sie regt Durchblutung und Stoffwechsel im gereizten Gewebe an und kann so zur Schmerzlinderung beitragen, besonders bei länger bestehenden Beschwerden, die auf andere Maßnahmen nicht ausreichend angesprochen haben.

Wie viele Sitzungen sind bei einem Fersensporn nötig?

In der Regel werden 3 bis 5 Stoßwellenbehandlungen im Abstand von jeweils einer Woche durchgeführt. Die eigentliche Applikation dauert etwa 5 bis 10 Minuten pro Sitzung. Die genaue Anzahl richtet sich nach Beschwerdebild und Behandlungsverlauf.

Ist die Stoßwellentherapie bei Fersensporn schmerzhaft?

Die Behandlung kann im Bereich des gereizten Gewebes als unangenehm oder leicht schmerzhaft empfunden werden. Die Intensität lässt sich über Druck und Frequenz individuell anpassen, sodass die Therapie in der Regel gut verträglich ist.

Für welche Beschwerden eignet sich der Impactis M+ noch?

Der Impactis M+ wird neben dem Fersensporn unter anderem bei Achillessehnenbeschwerden, Tendinopathien, Tennis- und Golferellenbogen sowie myofaszialen Verspannungen eingesetzt. Die radiale Stoßwelle eignet sich besonders für oberflächlich bis mitteltief gelegene Strukturen.

Wann sollte eine Stoßwellentherapie nicht durchgeführt werden?

Von einer Stoßwellentherapie wird unter anderem bei Schwangerschaft, akuten Infektionen oder Entzündungen im Behandlungsgebiet, Gerinnungsstörungen sowie über Tumorgewebe abgesehen. Die für den Impactis M+ geltenden Kontraindikationen nennt die Gebrauchsanweisung des Geräts.

Welches ASTAR-Gerät eignet sich für die Stoßwellentherapie in der Praxis?

Für die radiale Stoßwellentherapie bietet ASTAR den Impactis M+ an. Das Gerät ist auf den Praxiseinsatz in Physiotherapie und Orthopädie ausgelegt und über die Secona Conrad GmbH als deutschen ASTAR-Vertrieb erhältlich.

Ein mobiles Ultraschalltherapiegerät ist [...]

Die Ultraschalltherapie im Wasser [...]

Die subaquale Ultraschalltherapie ist [...]

Ein Fersensporn lässt sich [...]

Stosswellentherapie (ESWT) ist ein [...]

Ultraschalltherapie Gerät Anleitung PhysioGo [...]